Der Antikommunismus in der Bonner Republik war bis Anfang der 1960er Jahre eine wichtige Quelle der Identitätsstiftung. Er zielte auf die innere Konsolidierung der noch ungefestigten westdeutschen Demokratie und wirkte sich auf den Umgang der damaligen Gesellschaft mit dem nationalsozialistischen Erbe aus. Das damit einhergehende Bekenntnis zum Antitotalitarismus war zugleich Teil der neuen Staatsräson, mit der die junge Bundesrepublik ihre Zugehörigkeit zur westlichen Wertegemeinschaft demonstrierte und auf östliche Infiltrationsversuche reagierte. Der Aufsatzband setzt sich differenziert mit den verschiedenen staatlichen und gesellschaftlichen Formen des Antikommunismus auseinander. Er reflektiert diesen in gesamtdeutscher Perspektive und beleuchtet somit ein bislang wenig bekanntes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte.

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"Geistige Gefahr" und "Immunisierung der Gesellschaft"
Antikommunismus und politische Kultur in der frühen Bundesrepublik
- 416 Seiten
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"Geistige Gefahr" und "Immunisierung der Gesellschaft"
Antikommunismus und politische Kultur in der frühen Bundesrepublik
Über dieses Buch
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Information
Thema
GeschichteThema
WeltgeschichteDie Autoren
Dr. Heike Amos, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Abteilung Auswärtiges Amt, Berlin
Prof. Dr. Thomas Brechenmacher, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam
Dr. Christoph Classen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Prof. Dr. Stefan Creuzberger, Professor für Zeitgeschichte an der Universität Rostock, Leiter der Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland
Dr. Corinna Franz, Geschäftsführerin der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Rhöndorf
Prof. Dr. Dominik Geppert, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Prof. Dr. Bernd Greiner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Arbeitsbereichs „Theorie und Geschichte der Gewalt“ am Hamburger Institut für Sozialforschung
Prof. Dr. Rainer Gries, Professor für Psychologische und historische Anthropologie, Department für Psychologie an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, Berlin, Paris
PD Dr. Dierk Hoffmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Abteilung Berlin
Prof. Dr. Till Kössler, Professor für Sozialgeschichte des Aufwachsens am Institut für Erziehungswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Michael Lemke, Senior Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Mirjam Loos, M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Kirchengeschichte der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Lars Lüdicke, Historiker und Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam
dp n="416" folio="410" ? Frank Möller, Journalist und Publizist, Köln
Prof. Dr. Michael Schwartz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Abteilung Berlin
Prof. Dr. Bernd Stöver, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Potsdam
Dr. Boris Spernol, Journalist und Historiker, Gelsenkirchen
Rüdiger Thomas, von 1981 bis 2002 Arbeitsgruppenleiter für Publikationen in der Bundeszentrale für politische Bildung Bonn, seither freier Publizist
Prof. Dr. Hermann Wentker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Leiter der Abteilung Berlin
Prof. Dr. Andreas Wirsching, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin
1
Reichel, Vergangenheitsbewältigung, S. 16.
2
Schildt/Siegfried, Kulturgeschichte, S. 122. Zum Problem des damit in Zusammenhang stehenden Komplexes der Vergangenheitsbewältigung und Vergangenheitspolitik siehe ausführlicher bei: Frei, Vergangenheitspolitik.
3
Schildt/Siegfried, Kulturgeschichte, S. 123.
4
Vgl. Reichelt, Vergangenheitsbewältigung, S. 18.
5
Schieder, Kommunismus, S. 523.
6
Rothfels, Zeitgeschichte als Aufgabe, S. 7.
7
Beattie, „Sowjetische KZs auf deutschem Boden“, S. 119.
8
Zarusky, Die deutschen Sozialdemokraten und das sowjetische Modell, S. 88.
9
Bracher, Das Problem des „Antikommunismus“, S. 134.
10
Vgl. Faulenbach, Erscheinungsformen des „Antikommunismus“, S. 4.
11
Zarusky, Die deutschen Sozialdemokraten und das sowjetische Modell, S. 90 f.
12
Vgl. Baberowski, Verbrannte Erde.
13
Vgl. ebenda, S. 88.
14
Loth, Teilung der Welt; Graml, Die Legende von der verpaßten Gelegenheit, S. 307–341.
15
Lindenberger, Massenmedien im Kalten Krieg, S. 13.
16
Kuznick/Gilbert, Rethinking.
17
Ferguson/Koslowski, Culture, International Relations Theory, and Cold War History, S. 169.
18
Kleßmann. Die doppelte Staatsgründung, S. 255.
19
Wolfrum, Die geglückte Demokratie, S. 129.
20
Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 5, S. 406.
21
Conze, Die Suche nach der Sicherheit, S. 154.
22
Ebenda, S. 152.
23
Vgl. Korte, Instrument Antikommunismus; Wippermann, Heilige Hetzjagd.
24
Mergel, „The Enemy in Our Midst“, S. 238.
25
Vgl. Faulenbach, Erscheinungsformen des „Antikommunismus“.
26
Mayer, Politics and diplomacy of peacemaking.
27
Merz, Das Schreckbild.
28
Koenen, Vom Geist der russischen Revolution; hier auch ders., Blick nach Osten.
29
Pipes, The Form...
Inhaltsverzeichnis
- „Geistige Gefahr“ und „Immunisierung der Gesellschaft“
- Titel
- Impressum
- Inhaltsverzeichnis
- Antikommunismus und politische Kultur in derBundesrepublik Deutschland - Einleitende Vorbemerkungen
- Antikommunismus als Querschnittsphänomenpolitischer Kultur, 1917–1945
- Antikommunismus, Angst und Kalter Krieg - Eine erneute Annäherung
- Die Westpolitik der DDR 1949 bis Mitte der1960er Jahre - Institutionelle Voraussetzungen, Apparate und politische Konzeptionen
- Kampf um die deutsche Öffentlichkeit - Westreisen und andere Aktivitäten der SED-Führung bis Anfang der 1950er Jahre
- Die Wahrnehmung des westdeutschenAntikommunismus durch die SED/DDR
- Kampf gegen den inneren Feind - Das gesamtdeutsche Ministerium und der staatlich gelenkte Antikommunismus in der Bundesrepublik Deutschland
- Adenauer als Außenminister und der Anti-kommunismusim Auswärtigen Amt
- Zur Auseinandersetzung mit dem deutschenKommunismus in der Bundeszentrale fürHeimatdienst - Eine kritische Sondierung im Umfeld des KPD-Verbots
- „Wir wählen die Freiheit!“ - Antikommunistisches Denken und politisches Handeln Konrad Adenauers
- Antikommunismus und Vertriebenenverbände:Ein differenzierter Blick auf scheinbar Eindeutigesin der frühen Bundesrepublik Deutschland
- Katholische Kirche und (Anti-)Kommunismus inder frühen Bundesrepublik
- Antikommunistische und anti-antikommunistischeStimmen im evangelischen Kirchenmilieu - Die Debatte um Wiedervereinigung, Westbindung und Wiederbewaffnung
- Politik der Befreiung? - Private Organisationen des Kalten Krieges. Das Beispiel Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU)
- Die Grenzen der Demokratie - Antikommunismus als politische und gesellschaftliche Praxis in der frühen Bundesrepublik
- Die ‚Kommunistenklausel‘ - Wiedergutmachungspraxis als Instrument des Antikommunismus
- Antikommunismus in Film und Fernsehen derfrühen Bundesrepublik
- Joseph Caspar Witsch: Verleger und Netzwerkerim Dienst des Antikommunismus
- Intellektuelle und Antikommunismus - Der Kongress für Kulturelle Freiheit und die Gruppe 47
- „Dein Päckchen nach drüben“ - Antikommunismus für jedermann
- Antikommunismus in der frühen BonnerRepublik - Dimensionen eines zentralen Elements politischer Kultur im Ost-West-Konflikt
- Literaturverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Personenverzeichnis
- Die Autoren
Häufig gestellte Fragen
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