Judentum im Wiener Feuilleton (1848--1903)
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Judentum im Wiener Feuilleton (1848--1903)

Exemplarische Untersuchungen zum literarästhetischen und politischen Diskurs der Moderne

  1. 336 Seiten
  2. German
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Judentum im Wiener Feuilleton (1848--1903)

Exemplarische Untersuchungen zum literarästhetischen und politischen Diskurs der Moderne

Über dieses Buch

This book-series, initiated in 1992, has an interdisciplinary orientation; it is published in English and German and comprises research monographs, collections of essays and editions of source texts dealing with German-Jewish literary and cultural history, in particular from the period covering the 18th to 20th centuries.

The closer definition of the term German-Jewish applied to literature and culture is an integral part of its historical development. Primarily, the decisive factor is that from the middle of the 18th century German gradually became the language of choice for Jews, and Jewish authors started writing in German, rather than Yiddish or Hebrew, even when they were articulating Jewish themes. This process is directly connected an historical change in mentality and social factors which led to a gradual opening towards a non-Jewish environment, which in its turn was becoming more open. In the Enlightenment, German society becomes the standard of reference – initially for an intellectual elite. Against this background, the term German-Jewish literature refers to the literary work of Jewish authors writing in German to the extent that explicit or implicit Jewish themes, motifs, modes of thought or models can be identified in them.
From the beginning of the 19th century at the latest, however, the image of Jews in the work of non-Jewish writers, determined mainly by anti-Semitism, becomes a factor in German-Jewish literature. There is a tension between Jewish writers’ authentic reference to Jewish traditions or existence and the anti-Semitic marking and discrimination against everything Jewish which determines the overall development of the history of German-Jewish literature and culture. This series provides an appropriate forum for research into the whole problematic area.

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Information

Jahr
2013
ISBN drucken
9783484651241
eBook-ISBN:
9783110956078

Inhaltsverzeichnis

  1. Verzeichnis der Siglen
  2. Einleitung
  3. Teil I: Feuilleton als diskursives Phänomen
  4. 1. »Unsterblichkeit eines Tages< oder ›teilfiktionaler Intertext‹? Zur Frage: Was ist ein Feuilleton?
  5. 1.1. Zwischen historizistischer Erudition und geistesgeschichtlicher Mystifikation: Feuilletondefinitionen der älteren Zeitungswissenschaft
  6. 1.2. Genre mineur oder Programm der literarischen Moderne? Feuilletondefinitionen der Literaturwissenschaft
  7. 1.3. Hat das Feuilleton die Literatur verschlungen? – Das Feuilleton als Erwerbsquelle
  8. 2. Wider die »Sünde des Feuilletons«. Kulturpessimistische Kritik an der Moderne
  9. 2.1. Geist als Ornament. Heine und die Folgen
  10. 2.2. Das feuilletonistische Zeitalter
  11. 3. Die eingebildete Textsorte. Das Feuilleton – französisch, jüdisch, großstädtisch, modern
  12. 3.1. Von der ›französischen‹ Herkunft des ›verjudeten‹ Feuilletons
  13. 3.2. Das ›jüdische‹ Feuilleton
  14. 3.3. Ahasver als flâneur. Zur Ästhetik des Spazierganges
  15. Teil II: Judentum und Moderne - Fragen der Alterität
  16. 1. Alterität und Ambivalenz. Das Andere im Modernisierungsprozeß
  17. 1.1. G.F.W. Hegel oder Die Illusion der Identität
  18. 2. Die Alterisierung des Alienen. Der Fremde als Prototyp der Ambivalenz
  19. 2.1. Universalisierung der Fremdheit - Fremde sind wir uns selbst
  20. 3. Assimilation und Antisemitismus oder Das Identitätsbegehren der Moderne
  21. 3.1. Rassismus oder Die wissenschaftliche Fixierung des Bildes
  22. 3.2. ›Verjudete Moderne‹ – Antisemitismus als Modemekritik
  23. Teil III: Ein Forum bürgerlicher Selbstdarstellung. Tendenzen des Wiener Feuilletons in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
  24. 1. Aufbruch aus einer ›identischen‹ Vergangenheit
  25. 1.1. Zum Beispiel: Moritz Gottlieb Saphir oder Von einem, der auszog, ein ›deutscher‹ Schriftsteller zu werden
  26. 2. Die 1848er oder Reminiszenzen an eine revolutionäre Vergangenheit
  27. 2.1. Ferdinand Kürnberger oder Das Feuilleton als Mittel der politischen Kritik
  28. 2.2. Anno Taaffe und Hohenwart. Sigmund Schlesingers tagespolitische Plaudereien
  29. 2.3. Wiener Blut und Wiener Luft. Friedrich Schlögls ›Physiologien‹ des Kleinbürgertums
  30. 2.4. Das Babel des Ostens. Karl Landsteiners Kritik an den sozio-ökonomischen Modernisierungsprozessen
  31. 2.5. Die schwarzgelbe Hyäne. Betty Paolis kunstkritische Feuilletons
  32. 3. Gefährdeter Liberalismus
  33. 3.1. Daniel Spitzer, ein Wiener Spaziergänger oder Der Lokalfeuilletonist als Protagonist und Kritiker des Liberalismus
  34. 3.2. Dem aus dem Schwung eines Augenbogens ein ganzes Dasein sich erschloß... Ludwig Speidels physiognomisch-biographische Feuilletons
  35. 4. Zerfall und Rekonstruktion
  36. 4.1. Zum Beispiel: Theodor Herzl oder Von einem, der auszog, ein ›deutscher‹ Schriftsteller zu werden
  37. Teil IV: Conclusio: Zur Darstellung von Juden in ausgewählten Wiener Feuilletons
  38. Anhang
  39. 1. Pressegeschichtliches
  40. 2. Verzeichnis der im Text erwähnten Wiener Zeitungen und Zeitschriften
  41. 2.1. Pressegründungen des Vormärz
  42. 2.2. Pressegründungen im Umfeld der Revolution von 1848
  43. 2.3. Pressegründungen der liberalen Ära
  44. 2.4. Pressegründungen der einsetzenden Massendemokratie
  45. Literaturverzeichnis
  46. Personenregister

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