Just Daylight!
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Just Daylight!

People- und Porträtfotografie mit natürlichem Licht

  1. 322 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Just Daylight!

People- und Porträtfotografie mit natürlichem Licht

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Inhaltsverzeichnis
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Über dieses Buch

Porträts unter Tageslicht sind angesagt, denn sie wirken natürlicher und authentischer. Aber der Umgang damit ist nicht einfach. Profi Tilo Gockel erklärt, worauf es ankommt: Wie liest und nutzt man das Licht vor Ort? Wie schaut optimales Porträtlicht aus? Welches Technik-Know-How ist notwendig? Wie kann man eine sinnvolle, preiswerte Ausrüstung zusammenstellen? Wie kann man Menschen durch Posing gut aussehen lassen? Wie findet man Modelle?Im ersten Teil des Buches finden Sie die Grundlagen zum Licht, zur Technik und zur People-Fotografie im Allgemeinen. Der zweite, umfangreichste Teil zeigt viele Praxisbeispiele aus den Bereichen Business, Beauty, Black & White und Boudoir & Akt, ergänzt durch Infoboxen und Exkurse zu schönem Bokeh, zur Bildbearbeitung, zu Looks und Styles und zum Beschnitt. Den dritten Teil bilden die Anhänge zu juristischen Details, zu Begriffe & Symbole und zu besuchenswerten Portfolios zur Inspiration.

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Information

Jahr
2019
ISBN
9783960885443
Thema
Kunst
II. PRAXIS

6

BUSINESS

Für den Einstieg in die Welt der Porträts mit natürlichem Licht ist es keine schlechte Idee, einfach einmal im Freundeskreis Bewerbungsbilder anzubieten. Schnell hat man hierfür Interessenten gefunden und kann dann mit diesen Modellen zwanglos ein wenig üben. Anschließend kommen erfahrungsgemäß auch rasch Anfragen zu Gruppenbildern, zu Reportageaufnahmen im Job oder auch zu Hochzeitsporträts dazu. Eine schnellere und bessere Ausbildung ist kaum denkbar – man muss nur noch aus den eigenen Fehlern lernen, dann gelingen schöne Porträts fast schon von selbst.
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6.1KLASSISCHE BUSINESS-PORTRÄTS

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Abb. 1 | Ein Business-Foto für eine Firmen-Website oder auch ein Bewerbungsbild gefällig? Mit etwas Übung kann man mit schlichtem Tageslicht ebenso gute Ergebnisse produzieren wie mit klassischem Studioblitzlicht (Modell: Alex Bischof). Canon EOS 5D Mark III mit EF 70–200 f/2.8L II, Brennweite 150 mm, Blende 3,5, 1/200 Sekunde, ISO 200, M-Modus, JPEG, automatischer Weißabgleich.
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Abb. 2 | Die Location zum Aufhängerfoto war ein Versicherungsgebäude in Aschaffenburg (hier die Straßenfront). Der Vorbau hält das Licht von oben ab, und die Fenster liefern einen interessanten Hintergrund.
Gleichgültig, ob Sie Business-Porträts für eine Website oder Bewerbungsbilder aufnehmen – der angesagte Look ist der gleiche. En vogue ist gerade das Querformat, verbunden mit einem engen Crop auf den Kopfbereich, oft auch unter Anschnitt der Haare. Neudeutsch spricht man hier vom Headshot. Peter Hurley und Konsorten verwenden dazu aufwendiges und teures KinoFlo-Kunstlicht, aber tatsächlich kann man solche Bilder auch einfacher aufnehmen.

Die Szene und das Licht

Aufwendig war bei diesem Shooting eigentlich nur, eine passende Location zu finden. Wir haben einen Ort gesucht, an dem das Licht von oben abgeblockt wird, vorteilhaftes, frontales Licht vorherrscht und an dem man auch noch einen hellen, interessanten Hintergrund vorfindet. Helle Glas- und Stahlelemente machen sich hier besonders gut, denn sie liefern Reflexionen, die dann unscharf zu den begehrten Zerstreuungskreisen werden. Unsere Location fürs Aufhängerfoto war ein Versicherungsgebäude in Aschaffenburg. Im Foto erkennen Sie die Straßenfront des Gebäudes.

Die Ausrüstung und die Einstellungen

Für die Business-Bilder haben wir zusätzlich zum natürlichen Hauptlicht einen silbernen 120-cm-Reflektor von Profoto eingesetzt. Er bewirkt eine Aufhellung der Schatten und erzeugt die schönen Catchlights in den Augen. Das Modell kann ihn selbst vor der Brust mit der Hand halten, er kann aber auch von einem Assistenten gehalten werden, auf dem Kameratrolley liegen oder an einem Stativ befestigt werden (Produktbeispiel: https://amzn.to/2A3BgjK). Wie Sie im Making-of-Foto sehen, lag er bei uns einfach auf dem Boden. Eine besonders große Catchlight-Reflexion erhält man, wenn man den Reflektor nahe ans Auge bringt. Wenn er zu nah positioniert ist, kann die Wirkung aber auch zu stark werden. Es entsteht dann unvorteilhaftes Unterlicht, das man aus dem Kino als Grusellicht kennt.
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Abb. 3 | Während der Aufnahme: Auch wenn man den Reflektor einfach auf den Boden legt, sorgt er für die gewünschte, dezente Aufhellung der Schatten und steuert die Catchlights in den Augen bei. Die Voraussetzung ist aber, dass er vom hellen Himmel ausreichend Licht einfängt. Dafür muss man verschiedene Winkel ausprobieren.
Als Kamera kam eine Vollformatkamera Canon EOS 5D Mark III mit einem Telezoom EF 70-200 f/2.8 zum Einsatz. Eine preiswertere Alternative wäre eine Crop-Kamera wie die ältere Canon EOS 600D oder die Nikon D3400, ausgestattet mit einem Tamron-Telezoom AF 70-200 f/2.8. Wenn man bei diesem Objektiv die Variante ohne Bildstabilisierung auswählt, ist man mit rund 550 Euro dabei. Auch ein noch preiswerteres 50 f/1.8 oder ein 100 f/2.0 käme infrage, allerdings wird mit diesen Brennweiten der Hintergrund nicht so schön unscharf und abstrakt ausfallen. Auch wird es schwieriger, den Hintergrundbereich wunschgemäß zu füllen (der Hintergrund erscheint bei kürzerer Brennweite und dem damit verbundenen näheren Aufnahmeabstand im Verhältnis zum Motiv kleiner; siehe Abschnitt 2.2). Eine lange Brennweite ist hier besser geeignet.
Das verwendete EF 70-200 f/2.8L II ist ein hochwertiges, teures Objektiv, das zuverlässig selbst aus größeren Abständen weiche Hintergründe und schöne Bokeh-Effekte zaubert. Darüber hinaus ist es aber auch noch sehr gutmütig. »Gutmütig«, weil diese bildstabilisierte Optik, leicht abgeblendet, zuverlässig scharfe Bilder liefert. Wir haben die Einstellung im manuellen Modus vorgenommen und sind hierbei so vorgegangen wie in Abschnitt 3.1 beschrieben. Der Lohn ist eine optimale und felsenfest stabile Belichtung. Als weiteres Ausrüstungsteil kam eine Displaylupe zum Einsatz. Wenn man im hellen Tageslicht die Belichtung am LC-Display kontrollieren möchte, ist die Lupe eine große Hilfe.

Die Bildbearbeitung

Die Fotos kommen bereits ansehnlich aus der Kamera, aber mit zwei, drei Ebenen in Photoshop kann man sie noch knackiger wirken lassen und den Farben noch ein wenig auf die Sprünge helfen. Wir haben die Bearbeitung auf dem JPEG vorgenommen, um Ihnen zu zeigen, wie man auch hierauf den Adobe-Camera-Raw-Konverter (ACR) anwenden kann. Der Aufruf geschieht mittels Filter > Camera Raw.
In ACR haben wir den Kontrast erhöht und die Sättigung zurückgenommen, um das Porträt markanter wirken zu lassen. In der knappen Retusche haben wir mit dem Stempel Pickel und Hautrötungen beseitigt und die Haare und den Kragen etwas gerichtet.
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Abb. 4 | Die Schritte in der Nachbearbeitung umfassen eine erste Anpassung in ACR (hier auf dem JPEG), eine flotte Retusche, eine kühlere Tonung des Hintergrundes mittels einer Farbfläche sowie optional den Einsatz eines Presets der Firma VSCO.
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Abb. 5 | Neues Modell, neue Location. Wir befinden uns nun in einem Durchgang an der Rückseite des Gebäudes. Wieder blockt die Decke das Licht von oben ab und vorteilhaftes, frontales Licht bleibt übrig. De...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Über den Autor
  3. Titel
  4. Impressum
  5. VORWORT
  6. INHALTSVERZEICHNIS
  7. I. GRUNDLAGEN
  8. II. PRAXIS
  9. III. ANHÄNGE