Mond des verharschten Schnees
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Mond des verharschten Schnees

Deutsche Erstausgabe

  1. 224 Seiten
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Mond des verharschten Schnees

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Inhaltsverzeichnis
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Über dieses Buch

Sie haben die größte anzunehmende Katastrophe eigentlich schon hinter sich: Die Familien der Anishinaabe wurde aus ihrer Heimat in ein Reservat im unwirtlichen nördlichsten Teil Kanadas vertrieben, wo die Winter unendlich erscheinen. Doch in diesem Winter überschlagen sich plötzlich die Ereignisse.Die Bewohner des kleinen Städtchens haben einen ausgeprägten Familien- und Nachbarschaftssinn und sind bewandert in Überlebenstechniken wie der Jagd. Aber es gibt auch Konflikte zwischen den Generationen, zwischen Traditionalisten und Erneuerern, Probleme mit Alkohol und eine hohe Suizidrate. Dann droht plötzlich neues Ungemach: Im beginnenden Winter fällt der Strom aus, der spärliche Kontakt zur weit entfernten Außenwelt bricht vollständig ab, die Vorräte schwinden. Damit die Einwohner nicht in Panik geraten, muss der Gemeinderat ständig abwägen, wie viel Wahrheit ihnen zuzumuten ist und wie die Vorräte gerecht rationiert werden können.Aus dem Nichts taucht in dieser angespannten Situation ein unbekannter weißer Ranger auf, der um Einlass in die indigene Gemeinschaft bittet. Schnell stellt sich heraus, dass ihm nicht zu trauen ist, denn er treibt gefährliche Machtspiele. Doch so viel ist sicher: Jeder Winter geht einmal zu Ende.

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Information

Jahr
2021
ISBN
9783803143204

Erster Teil

Dagwaagin
Herbst

Eins

Ein Knall rollte durch diese Landschaft hoch im Norden, ein flüchtiger Augenblick der Unrast in der stillen Nachmittagsluft. Nicht weit entfernt fiel ein großer Elchbulle. Evan Whitesky stand auf, warf sich das Gewehr über die rechte Schulter, rückte den neonorangefarbenen Hut zurecht und ging langsam auf seine Beute zu. Einen Augenblick lang überlagerte der Gestank des Schießpulvers den frischen Geruch nach nahendem Winter.
Seine grauen Stiefel schoben sich durch das gilbende Gras der Lichtung. Evan war zufrieden. Seit dem frühen Morgen war er schon unterwegs, und diesen Bullen hatte er seit der Mittagszeit verfolgt. Die Herbstjagd neigte sich dem Ende entgegen, und er wollte noch mehr Nahrung einlagern. Die Lebensmittel aus dem Süden waren teuer. Und sie schmeckten nie so gut wie das Fleisch, das er selbst heranschaffte, was ihn außerdem mehr befriedigte.
Der Elch war tot, als Evan wenige Augenblicke später neben ihm stand. Wuchtige Geweihschaufeln ragten aus dem Kopf. Offen und leer blickten die Augen, und die Zunge des Bullen hing ins Gras. Evan fasste in die rechte Tasche seiner Cargohosen und zog einen kleinen, vom jahrelangen Gebrauch ausgeblichenen und blankgescheuerten Lederbeutel heraus. Er hob ihn auf Brusthöhe und legte ihn sich auf die Handfläche. Mit dem Daumen fuhr er über das kleine Perlenmuster in der Mitte und tastete nach den Stellen, an denen Perlen fehlten. Ich werde Auntie bitten, im Herbst die Stickerei zu erneuern, dachte er.
Evan betrachtete das hübsche Muster: ein schwarzer Bär in einem roten Kreis mit weißem Rand. Mindestens die Hälfte der äußeren weißen Perlen fehlte, und neben dem Bärenkopf und seinen Hinterbeinen prangten kahle Stellen. Er löste den Lederriemen und schnippte sich etwas Tabak in die offene Hand, der aus einer Plastikpackung Zigarettentabak stammte, die er auf der Herfahrt in der Handelsstation gekauft hatte. Bevor er das Haus verließ, hatte er nicht daran gedacht, den trockenen, unbehandelten Tabak aus seinem Medizinbeutel mitzunehmen. Die industriell gefertigten Blättchen schienen aneinander zu kleben. Deshalb schüttelte er das winzige Häufchen kurz in der linken Hand, um es dann mit den Fingern aufzunehmen. Er schloss die Augen.
»Gchi-manidoo«, sprach er laut. »Großer Geist, ich sage dir heute miigwech für das Leben, das du uns geschenkt hast.« Er atmete tief ein und hielt inne. Das war für ihn immer noch ungewohnt. »Miigwech für meine Familie. Und die Gemeinschaft, in der ich lebe. Miigwech dafür, dass wir gesund sind. Chi-miigwech für das Leben, das zu beenden du mir heute gestattet hast, für diesen moozoo, mit dem ich meine Familie ernähren kann.« Es war ihm immer noch unangenehm, dieses Dankgebet bis auf wenige Worte Ojibwe in Englisch zu sprechen. Trotzdem fühlte er sich gut in dem Glauben, dass er auf gewisse Art etwas zurückgab.
Evan bedankte sich für das gute Leben, das er zu führen versuchte. Er entschuldigte sich dafür, nicht fließend in seiner Muttersprache beten zu können, und bat um eine ergiebige Herbstjagd für alle. Er versprach, sich weiter Mühe zu geben, trotz der Versuchung durch all die schlechten Einflüsse um ihn herum, sein Leben in Würde zu gestalten. Er beendete sein Gebet mit einem letzten kräftigen miigwech und krümelte den Tabak vor dem Elch auf die Erde. Das war seine Opfergabe an den Schöpfer und die Mutter Erde dafür, dass sie ihm gestattet hatten, dieses Leben zu nehmen. Auf diese Weise etwas zurückzugeben war Brauch bei den Anishinaabe, wie er ihn verstand.
Sein Kopf war klar. Der Adrenalinschub nach dem Abschuss hielt nur kurz an, ebenso wie seine Gewissensbisse, weil er ein Leben beendet hatte. Evan jagte fast schon sein ganzes Leben. Als er fünf war, hatte sein Vater ihm beigebracht, die Spuren der Tiere im Umkreis ihres Dorfes zu lesen und ihnen zu folgen. Nun, fast zwanzig Jahre später, war er allein unterwegs, auf den Spuren eigener Beute, mit der er seine junge Familie ernährte. Als er noch ein unerfahrener Jäger war, hielten das Mitgefühl und die Trauer nach dem Drücken des Abzugs tagelang an. Inzwischen war er selbst Vater, und die Notwendigkeit überwand Widerstreben und Reue.
Der ist echt riesig, dachte er. Er warf noch einen Blick auf den Elchbullen und kehrte zu der Stelle im Wald zurück, an der er am Morgen seinen Pick-up abgestellt hatte. Er würde das Tier hier zerlegen müssen; es war zu groß, um es ohne Hilfe auf den Anhänger seines Pick-ups wuchten zu können. Manchmal ließ er seine Beute nach der Jagd im offenen Feld zurück und kam am nächsten Tag mit Helfern wieder. Aber diesmal hatte er keine Abdeckplanen oder Decken dabei, mit denen er den Elch zudecken und seinen Geruch vor Raubtieren verbergen konnte. Und die Kühle der Luft sagte ihm, dass er sich beeilen sollte.
Ein tieforangefarbenes Glühen überzog die Landschaft. Die Sonne näherte sich dem Untergang und setzte dem dunklen Immergrün der Kiefern und Fichten, die hinter dem Höhenrücken aufragten, Schlaglichter auf. Während er zu seinem Fahrzeug lief, färbte sich der Himmel in ein dunkleres Blau, und die Luft kühlte weiter merklich ab. Über seinem Kopf brach ein kleiner Gänseschwarm die Stille, klagte über seinen Wanderflug gen Süden. Ich dachte, sie wären schon alle fort. Wenn er mit diesem verspäteten Schwarm gerechnet hätte, wäre er mit seiner Schrotflinte aufgebrochen und hätte der Tagesbeute noch etwas hinzugefügt. Andererseits hatte er bereits einen reichlichen Vorrat gerupfter und halbierter Gänse zu Hause in der Gefriertruhe; es spielte also keine so große Rolle.
Er erreichte seinen Pick-up und stieg ein. Dann drehte er den Zündschlüssel im Schloss. Das schroffe Rumpeln des Motors lärmte über das Feld und jagte den angenehm schrägen Schreien der Gänse hinterher. Er hatte nicht erwartet, so nahe der Stelle, an der er kurz nach Morgengrauen angehalten hatte, auf einen Elch zu treffen. Den Tag über war er ausgedehnte Bereiche des offenen Geländes wie des dichten Waldes abgegangen und hatte schon aufgeben wollen, als er auf seinem Weg zurück zum Fahrzeug eine geeignete Stelle fand, von der aus er eine kleine Lichtung überblicken konnte. Dass er beschloss zu warten, hatte sich gelohnt.
Der Pick-up drückte das hohe Gras platt. In Gedanken überschlug Evan schnell die Fleischmenge, die sie bislang für den Winter zur Verfügung hatten: drei Elche, zehn Gänse, über dreißig Fische (Forellen und Hechte), dazu vier Kaninchen – im Verlauf des Winters sollten aber noch weitere Kaninchen in die Falle gehen. Das war mehr als genug für seine vierköpfige Familie, und er plante, viel Fleisch zu verschenken. So hielt man das in ihrer Gemeinschaft. Er wollte mit seinen Eltern teilen, mit seinen Geschwistern und ihren Familien und mit seiner Schwiegerfamilie. Und außerdem etwas für andere zurücklegen, die vor Winterende vielleicht in Schwierigkeiten gerieten und sich dann nicht mehr das teure Hackfleisch und die Hühnerschlegel leisten könnten, die mit Lkw oder Flugzeug aus dem Süden angeliefert wurden.
Evan schauderte bei dem Gedanken, nur noch abgepacktes Essen zu sich nehmen zu müssen. »Schlechtes Elchfleisch ist immer noch besser als ein gutes Schweinskotelett«, sagte sein Vater immer. Wenn er musste, aß Evan Fleisch aus dem Süden, fühlte sich davon aber abgestoßen. Er hatte als kleiner Junge jagen gelernt, weil es zur Tradition gehörte und auch weil es notwendig war. Jagen war schwieriger, als Fleisch im Laden zu kaufen, doch es war ökonomischer und dankbarer. In erster Linie zählte aber, dass Jagen, Fischen und im Einklang mit der Natur zu sein Brauch bei den Anishinaabe war. Und Evan gab sich Mühe, dieser Tradition gerecht zu werden.
Der Pick-up hielt neben dem toten Elch. Evan schaltete die Zündung aus und griff nach dem grünen Leinensack, der hinter ihm an einem Gestell befestigt war. Er holte vier große Wildsäcke für die kleineren Fleischstücke und die Innereien heraus, warf sie auf den Boden neben dem Tier und zog sein scharfes Klappmesser hervor. Er musste das Tier schnell zerlegen, weil es bald dunkel werden würde.
Als er sich bückte, um einen Hinterlauf aufzuheben und gegen seinen Oberkörper zu drücken, stieg ihm die Geruchsspur des Bullen scharf in die Nase. Zügig und gekonnt begann er auf der Hüftinnenseite zu schneiden. Das Fell ließ sich leicht durchtrennen, und darunter wurden die weißen Sehnen und das blaurote Muskelfleisch sichtbar. Er schnitt weiter, drückte mit der anderen Schulter gegen den Lauf und renkte das Hüftgelenk aus.
Nachdem er das Hinterviertel abgetrennt hatte, schleppte Evan es zur Ladefläche hinüber. Er spürte, wie es in seinen Armen und Schultern brannte, als er das Fleisch über den Rand hievte und auf den Sperrholzboden legte. Nacheinander legte er alle Läufe ordentlich auf der breiten Ladefläche aus, trennte dann das Fleisch von Rücken und Nacken ab, weidete das Übrige aus und füllte es in die Wildfleischsäcke.
Er hatte das Fell nur sehr widerstrebend zerschnitten. Wären sein Vater und einige Cousins oder Kumpel bei ihm gewesen, hätten sie den Elch im Ganzen auf einen Pick-up laden und das Häuten und Säubern zu Hause machen können. Dort hätten sie die Decke säubern und anschließend gerben können, damit sie zu Trommelfellen, Mokassins, Handschuhen und Kleidungsstücken verarbeitet werden konnte.
Als Evan fertig war, hatte sich die Sonne bereits hinter den Horizont geschoben, und es war fast Nacht. Die Fahrt nach Hause war nicht lang, und er kannte diesen Wald so gut wie sich selbst, wollte aber nicht, dass Nicole sich um ihn Sorgen machte, und steuerte deshalb sein Fahrzeug zu dem Pfad zurück, der direkt in sein Dorf führte.
Evan rollte auf den einfachen rechteckigen Kasten seines Hauses zu. Im Wohnzimmer brannte Licht, aber im übrigen Haus war es dunkel. Die Kinder müssen im Bett sein, dachte er. Er zog seinen Jackenärmel hoch und sah auf die Uhr. Es war schon längst Maiingans und Nangohns’ Schlafenszeit. Er würde sie erst am Morgen sehen.
Er fuhr rückwärts an den Schuppen heran, in dem sich ein Gefrierschrank, ein Kühlschrank, ein großer Holztisch, Fanghaken und alles Weitere befanden, das er benötigte, um den Elch zu verarbeiten. Die Nacht würde kalt werden, aber nicht so sehr, dass das Fleisch gefror. Er verfrachtete alles nach drinnen, warf die schwere Tür zu und schloss sie ab, dann ging er ins Haus.
Evan trat durch die Eingangstür in eine ungewöhnliche Stille. Der Flachbildfernseher an der Wohnzimmerwand war ausgeschaltet. Normalerweise sah Nicole sich um diese Zeit eine Sitcom oder einen Krimi an. »Aaniin?«, machte Evan sich bemerkbar und hob dabei die Stimme am Ende des Wortes, als wolle er fragen, was los war.
»Oh, hey«, antwortete seine Partnerin. »Da bist du ja.«
»Hier ist es so still«, erwiderte Evan und zog seine schwere Jagdkluft aus.
»Ja, die Schüssel ist vorhin ausgefallen«, antwortete Nicole und trat ins Wohnzimmer. »Weißnich, was los ist. Muss wohl durch den Wind offline sein oder so.«
»Das ist komisch. Ich hatte erwartet, dass du dich wie immer um diese Zeit auf dem Sofa breitgemacht hast«, stichelte er mit einem verschmitzten Grinsen.
»Schön wär’s. Und wie war’s da draußen?«
»Hab noch nen Elch erlegt.«
»Toll!«
»Ja, hab den ganzen Tag gebraucht. Den Vormittag über hab ich überhaupt nichts entdeckt. Wollte schon aufgeben, da hab ich ihn auf dem Weg zurück zum Pick-up gesehen. Musste ihn draußen zerteilen. Hat länger gedauert als gedacht.«
»Wir können deinen Eltern etwas davon abgeben, oder?«
»Ja, das hatte ich vor.«
Er zog seine Stiefel aus, bevor er auf Socken ins Wohnzimmer trat. »Handy war tot. Hätt dich sonst angerufen, um dir Bescheid zu sagen.«
»Hab ich mir gedacht«, sagte sie.
Evan langte nach dem Ladekabel, das auf dem Beistelltisch neben dem Sofa lag, und schloss sein Handy an. Den schwarzen Kapuzenpullover zog er aus und warf ihn über einen Holzstuhl. Plötzlich bemerkte er, dass er Hunger hatte.
»Hey, wo bleibt meine Süßigkeit?«, neckte Nicole ihn.
»Oh!« Er trat dicht an sie heran, die Lippen übertrieben gespitzt. Sacht legte er seine Hände auf ihre Hüften und gab ihr einen Kuss.
»Hunger?«, fragte sie.
»Ja, ist mir grade erst aufgefallen«, antwortete er. Er hatte sein letztes Sandwich gegessen, kurz bevor er den Elch entdeckte. »Der chi-moozoo hat mich wohl abgelenkt.«
»Ich hab dir einen Teller in den Kühlschrank gestellt. Musst ihn bloß in die Mikrowelle schieben. Hast Glück, dass die Kinder dir was übrig gelassen haben.«
Sie schob ihn sacht zum Kühlschrank, und er nahm den Teller heraus, zog die Alufolie ab und entdeckte einen sparsam gewürzten Hühnerschlegel, Kartoffelbrei und Tiefkühlerbsen. Während er darauf wartete, dass die Mahlzeit warm wurde, knurrte sein Magen.
Evan Whitesky und Nicole McCloud kannten sich schon seit frühen Kindertagen. Anhand seiner Erinnerungen an sie konnte er den eigenen Lebensweg zurückverfolgen und sie umgekehrt ebenso. Er dachte an das erste Mal, als er sie im Sommer, bevor sie in den Kindergarten kamen, im See schwimmen gesehen hatte. Sie trug einen hellblauen Badeanzug und hatte ihr nasses Haar zu einem langen Pferdeschwanz gebunden. Danielle, ihre ältere Schw...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Widmung
  4. Erster Teil
  5. Zweiter Teil
  6. Epilog
  7. Dank
  8. Glossar
  9. Über den Autor